Der aktuelle Lufthansa-Streik sorgt für erhebliche Störungen im Flugverkehr in Deutschland. Am 12. März 2026 hat die Pilotenvereinigung Vereinigung Cockpit (VC) zu einem Arbeitskampf aufgerufen, der sowohl Passagier- als auch Frachtflüge betrifft. Besonders betroffen sind mehrere Flughäfen in Norddeutschland, darunter Hamburg, Hannover und Bremen, wo zahlreiche Flüge gestrichen wurden.
Der Streik begann bereits in der Nacht und betrifft mehrere Lufthansa-Gesellschaften sowie Tausende Beschäftigte.
Hintergrund des Lufthansa-Streiks
Die Pilotenvereinigung Vereinigung Cockpit (VC) hat mehr als 5.000 Mitarbeiter zum Streik aufgerufen. Der Arbeitskampf betrifft in erster Linie die Kernfluggesellschaft Lufthansa sowie deren Frachttochter Lufthansa Cargo.
Auch die Regionalgesellschaft Lufthansa CityLine beteiligt sich am Streik, allerdings nur am ersten Streiktag.
Der Konflikt zwischen der Gewerkschaft und dem Unternehmen dreht sich hauptsächlich um betriebliche Altersvorsorge und Gehaltsfragen.
Flughäfen in Norddeutschland besonders betroffen
Der Streik hat deutliche Auswirkungen auf den Flugverkehr in Hamburg, Hannover und Bremen. Besonders betroffen sind Inlandsflüge zu den Lufthansa-Drehkreuzen Frankfurt und München.
Hamburg Airport
Am Flughafen Hamburg müssen Reisende mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Laut Angaben auf der Flughafen-Webseite wurden zahlreiche Lufthansa-Flüge von und nach Frankfurt und München gestrichen.
Diese Strecken gehören zu den wichtigsten innerdeutschen Verbindungen, weshalb viele Passagiere von den Ausfällen betroffen sind.
Hannover Airport
Auch am Flughafen Hannover kommt es zu mehreren Flugstreichungen. Insgesamt wurden zwölf Flüge abgesagt.
Betroffen sind:
- Vier Flüge nach Frankfurt
- Vier Flüge von Frankfurt
- Zwei Flüge nach München
- Zwei Flüge von München
Da der Streik auch am nächsten Tag andauert, werden weitere Flugausfälle in Hannover erwartet.
Bremen Airport
Am Flughafen Bremen wurden laut Online-Flugplan insgesamt 13 Lufthansa-Flüge gestrichen. Diese betreffen ebenfalls Verbindungen zwischen Frankfurt und München, sowohl für heute als auch für morgen.
Eurowings-Flüge nicht vom Streik betroffen
Der Streik betrifft nicht die Lufthansa-Tochter Eurowings. Der Flugbetrieb der Airline läuft daher normal weiter.
Allerdings stimmen die Beschäftigten von Eurowings derzeit über mögliche eigene Streikmaßnahmen ab. Die Abstimmung läuft noch bis Montag, den 16. März.
Passagierrechte bei Flugausfällen
Wenn ein Flug aufgrund eines Streiks verspätet oder gestrichen wird, haben Reisende bestimmte Rechte.
Dazu gehören unter anderem:
- Anspruch auf Ersatzbeförderung
- Umbuchung auf alternative Flüge
- In einigen Fällen finanzielle Entschädigung
Passagiere sollten sich daher direkt bei ihrer Fluggesellschaft informieren oder ihre Flugdetails online prüfen.
Flüge in Krisenregionen im Nahen Osten ausgenommen
Nach Angaben der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit sind Flüge zu bestimmten Krisengebieten im Nahen Osten vom Streik ausgenommen.
Zu diesen Zielen gehören unter anderem:
- Ägypten
- Aserbaidschan
- Bahrain
- Irak
- Israel
- Jemen
- Jordanien
- Katar
- Kuwait
- Libanon
- Oman
- Saudi-Arabien
- Vereinigte Arabische Emirate
Allerdings bedient Lufthansa derzeit viele dieser Ziele ohnehin nicht regelmäßig.
Flüge nach Dubai, Abu Dhabi, Amman, Erbil, Beirut, Tel Aviv und Dammam werden weiterhin durchgeführt. Gleichzeitig hat Lufthansa angekündigt, einige Verbindungen mindestens bis zum 15. März auszusetzen.
Derzeit werden nur noch Riad und Dschidda in Saudi-Arabien regulär angeflogen.
Mehr als die Hälfte der Flüge findet dennoch stat
Laut Lufthansa werden trotz des Streiks mehr als 50 Prozent des ursprünglichen Flugplans weiterhin durchgeführt.
Bei Langstreckenflügen liegt die Quote sogar bei rund 60 Prozent.
Um möglichst viele Passagiere zu transportieren, setzt Lufthansa zusätzlich auf:
- größere Flugzeuge
- Flüge von Partner-Airlines
- Unterstützung durch andere Airlines der Lufthansa-Gruppe
Die Airline Lufthansa City Airlines führt ihren kompletten Flugplan an beiden Streiktagen durch.
Die Regionalgesellschaft Lufthansa CityLine plant außerdem, ihren Betrieb am folgenden Tag weitgehend wieder aufzunehmen.
Betroffene Passagiere werden laut Lufthansa per E-Mail informiert, wenn sich Änderungen an ihrem Flug ergeben. Zusätzlich können Reisende den aktuellen Status ihres Fluges auf der Lufthansa-Webseite überprüfen.
Frühere Streiks führten zu massiven Flugausfällen
Bereits am 12. Februar 2026 hatte es einen Streik der Lufthansa-Piloten gegeben.
Damals mussten laut Unternehmensangaben rund 800 Flüge gestrichen werden, wodurch etwa 100.000 Passagiere betroffen waren.
Der anhaltende Konflikt zwischen der Gewerkschaft und dem Unternehmen bezieht sich weiterhin auf Pensionsregelungen und Gehaltsfragen.
Kritik von Lufthansa am Streik
Lufthansa reagierte kritisch auf den erneuten Arbeitskampf. Das Unternehmen bezeichnete den Streik als sehr harte und unverhältnismäßige Maßnahme.
Trotz der angespannten Situation betonte die Airline jedoch, dass sie weiterhin zu Gesprächen mit der Pilotenvereinigung bereit sei, um eine Lösung im Tarifkonflikt zu finden.
Fazit
Der Lufthansa-Streik im März 2026 führt zu erheblichen Einschränkungen im deutschen Flugverkehr, insbesondere an den Flughäfen Hamburg, Hannover und Bremen. Zahlreiche Verbindungen, vor allem zu den Drehkreuzen Frankfurt und München, wurden gestrichen.
Obwohl mehr als 5.000 Beschäftigte am Streik teilnehmen, versucht Lufthansa, den Betrieb teilweise aufrechtzuerhalten. Mehr als die Hälfte der geplanten Flüge findet weiterhin statt, insbesondere auf Langstreckenverbindungen.
Für Reisende bleibt es dennoch wichtig, den aktuellen Flugstatus regelmäßig zu überprüfen, da sich der Flugplan während des Streiks kurzfristig ändern kann.
Häufig gestellte Fragen
Der Streik wurde von der Pilotenvereinigung Vereinigung Cockpit (VC) ausgerufen und steht im Zusammenhang mit Pensions- und Gehaltsfragen.
Vor allem Hamburg, Hannover und Bremen sind betroffen, insbesondere bei Flügen nach Frankfurt und München.
Mehr als 5.000 Lufthansa-Beschäftigte nehmen an dem Arbeitskampf teil.
